Heike Gräper
Scharnpassage 6
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Das kleine Tee-Lexikon:
Grüner Tee - ist nicht fermentiert
- enthält Flavonoide, Vitamine und Mineralien
- Zubereitung: je nach Sorte
   mit 60 - 80 Grad heißem Wasser übergiessen
Schwarzer Tee - ist durch Oxydationsprozesse fermentiert
- wirkt anregend bei einer Ziehzeit bis 3 Minuten
- wirkt beruhigend nach einer Ziehdauer von 5 Minuten
Weisser Tee - ist ein Grüntee
- geerntet werden jedoch nur die ersten zwei Blätter und die Knospen
- ist nicht fermentiert
- ist besonders magenfreundlich
- Zubereitung: je nach Sorte
   mit 60 - 80 Grad heißem Wasser übergiessen
Gelber Tee - ist ähnlich dem Grüntee
- geerntet werden jedoch nur die obersten, jungen Blätter
- ist nicht fermentiert
- ist ganz besonders magenfreundlich
- Zubereitung: mit 80 - 85 Grad heißem Wasser übergiessen

Durch seine besondere Herstellungsweise, nämlich langen Ruhephasen zwischen den Verarbeitungsgängen, entwickelt er ein besonderes Verdauungsenzym, das hilft, die Nahrung schneller zu zerkleinern und das im Körper angehäufte Fett zu verbrennen und deshalb sehr gern zur natürlichen Gewichtsreduktion eingesetzt wird.
Lange Zeit war er ein Privileg der buddhistischen Mönche, die seine belebende und wohltuende Wirkung schätzen. Anbau, Ernte und Herstellung liegen heute noch weitesgehendst bei den Mönchen.
Rooibos - ist eine südafrikanische Ginsterart
- auch Rotbusch-Tee genannt
- enthält Flavonoide und Vitamin C
- ist coffeinfrei
- ist magenfreundlich
- ist auch für Kinder geeignet
- Zubereitung: mit kochendem Wasser übergiessen
Lapacho - Korkbaumrinde
- hat besonders viele Mineralien und Spurenelemente
- Zubereitung:
  2 Teelöffel Tee in 1 Liter kochendes Wasser geben
  ca. 5 Minuten köcheln lassen,
  dann noch etwa 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen
Die optimale Tee-Zubereitung:

Teeblätter entfalten ihr Aroma am besten, wenn sie viel Platz haben. Teekenner brühen den Tee in Kannen auf und giessen ihn später durch ein Sieb.

Die Kanne sollte nicht für andere Getränke wie z.B. Kaffee benutzt werden, da der Tee das Aroma annimmt.

Das Wasser 2-3 Minuten kochen lassen, damit sich Kalk absetzen und Chlor entweichen kann. Manche Teekenner nehmen Mineralwasser.

Aus Gläsern oder dünnwandigen Teetassen schmeckt der Tee am besten.
Die Geschichte des Tees:
Tee hat eine sehr lange Tradition. Seit über 5000 Jahren wird Tee im asiatischen Raum kultiviert. Ursprünglich als Grüntee genossen, eroberte er seit dem 16. Jahrhundert vor allem als fermentierter, schwarzer Tee die Teetassen in aller Welt.

Insgesamt gibt es zwei "Vorfahren" unter den Teepflanzen und viele, viele Nachfahren. Eine dieser Vorfahren ist die Camellia Sinensis - eine "zierliche" Pflanze mit kleineren Blättchen. Vor allem in China und Darjeeling findet man Verwandte dieser Gruppe. In Indien wird oft auch die Camellia Assamica kultiviert, deren Blätter wesentlich größer und fleischiger sind. Aus beiden Sorten kann sowohl Schwarztee als auch Grüntee hergestellt werden.

Teepflanzen werden bis zu hundert Jahre alt. Sie wachsen in riesigen Plantagen - den Teegärten - dichtgedrängt auf oft vielen hundert Hektar heran. Die verschiedenen "Kreuzungen", unterschiedliche Produktionsweisen und abweichende Wachstums- und Klimabedingungen sind verantwortlich für die breite Geschmacksvielfalt des schwarzen Tees.

 

 

Wo der Tee wächst:

Tee wächst in vielen Gebieten der Erde. Aus Indien, China, Ceylon und Bangladesh kommen die meisten der in Deutschland verkauften Schwarztees. Doch auch Indonesien, Afrika, Argentinien und Brasilien produzieren Tee, meist jedoch nicht in gewünschter Qualität.

Taiwan spielt bei der Oolong-Herstellung (halbfermentierter Tee) eine große Rolle. Wir bieten hauptsächlich Schwarztees aus Indien an, da dort die Menschen dem biologischen Landbau offen gegenüberstehen. So gibt es gute Tees in kbA-Qualität aus Darjeeling und Assam.

Darjeeling liegt in den Vorbergen des Himalaya. Kühle Nächte und intensive Sonne an steilen Hanglagen lassen hier ein unvergleichliches Flavour und Aroma langsam heranreifen. Assam - zwischen Tibet und Burma - wird von tropischen Verhältnissen bestimmt. Der Tee wächst dort üppig und schnell - malzige, würzige Tees sind das Ergebnis!

Herstellung und Tee-Qualität:

Viele Faktoren entscheiden über die Qualität eines Tees. Von der Ernte bis zur Trocknung ist größte Sorgfalt und viel Fingerspitzengefühl erforderlich, um einen Spitzentee hervorzubringen:

Pflücken: Alle 6-8 Tage werden die beiden oberen Blättchen und die Knospe ("two leaves and the bud") jeder Pflanze gepflückt.
Welken: Die Ernte wird für 10-18 Stunden zum Anwelken auf Gittern ausgebreitet, damit die Blätter elastisch werden.
Rollen: Das Rollen der angewelkten Blätter bewirkt, dass die Zellwände aufplatzen und der Zellsaft austreten kann.
Fermentation: An der Luft setzt die natürliche Oxidation der Zellsäfte ein. Der Tee verändert hierdurch seine Farbe und wird zum schwarzen Tee.
Trocknen: Mit Heißluft wird die Fermentation genau im richtigen Augenblick beendet. Der Tee wird getrocknet und ist somit haltbar.
Sortieren: Durch Aussieben mit verschiedenen Siebgrößen wird der Tee in unterschiedliche Blatt- und Brokengrade unterteilt.

Bei jeder Pflückung fallen Blatt- und Brokentees an. Diese Einteilung macht jedoch nicht allein die Tee-Qualität aus. Diese hängt vielmehr von dem Teegarten, der Erntezeit, den klimatischen Bedingungen und dem Fingerspitzengefühl bei der Produktion ab.
 

Hier geht es zur "Tee-Gallerie"!

 
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